Diversifikationsrisiko bei der Bewertung von Vermögenswerten mit stark streuenden Unternehmensgrößen
Zusammenfassung
Diese Arbeit schlägt ein Zwei-Faktoren-Modell zur Bewertung von Vermögenswerten für Volkswirtschaften vor, in denen die Marktkapitalisierungen von Unternehmen eine ausreichend schwer-taillierte Verteilung aufweisen. Neben dem herkömmlichen Marktrisiko berücksichtigt das Modell ein Diversifikationsrisiko, das durch ein gleichgewichtetes Portfolio angenähert wird. Die Autoren argumentieren, dass konzentrierte Marktportfolios ein Risiko für die interne Konsistenz schaffen, das selbst in großen Volkswirtschaften die Renditen beeinflussen kann.
Der Rahmen erklärt einige Renditemuster, die häufig mit dem Drei-Faktoren-Modell von Fama und French untersucht werden. In dieser Erklärung kann der Größenfaktor als Näherungsmaß für das Diversifikationsrisiko dienen, während der Value-Effekt die stärkere Sensitivität von Value-Aktien gegenüber diesem Risiko widerspiegelt. Laut Dokument besitzt das vorgeschlagene Modell eine empirische Erklärungskraft, die mit der des Drei-Faktoren-Modells vergleichbar ist; Stichprobendetails, Schätzverfahren oder Zahlenwerte werden hier jedoch nicht angegeben. Die Aussagen sind theoretisch und nur auf hoher Ebene zusammengefasst. Der Auszug belegt daher nicht, wie robust die Erklärung über verschiedene Märkte und Zeiträume hinweg ist.
Kernaussagen
- Eine schwer-taillierte Verteilung der Unternehmensmarktkapitalisierungen kann selbst in einer großen Volkswirtschaft zu einem konzentrierten Marktportfolio führen.
- Das Modell ergänzt das herkömmliche Marktrisiko um ein Diversifikationsrisiko, das durch ein gleichgewichtetes Portfolio angenähert wird.
- Ein Faktor der internen Konsistenz wird als Mechanismus hinter diesem zusätzlichen systematischen Risiko vorgeschlagen.
- Die Größenprämie kann als Näherungsmaß für das Diversifikationsrisiko dienen; Value-Aktien könnten dafür empfindlicher sein.
- Der Auszug berichtet eine ähnliche Erklärungskraft wie das Drei-Faktoren-Modell von Fama und French, enthält jedoch keine empirischen Details.
Schlagwörter
Volltext
# A two-Factor Asset Pricing Model and the Fat Tail Distribution of Firm Sizes # A two-Factor Asset Pricing Model and the Fat Tail Distribution of Firm Sizes In the standard equilibrium and/or arbitrage pricing framework, the value of any asset is uniquely specified from the belief that only the systematic risks need to be remunerated by the market. Here, we show that, even for arbitrary large economies when the distribution of the capitalization of firms is sufficiently heavy-tailed as is the case of real economies, there may exist a new source of significant systematic risk, which has been totally neglected up to now but must be priced by the market. This new source of risk can readily explain several asset pricing anomalies on the sole basis of the internal-consistency of the market model. For this, we derive a theoretical two-factor model for asset pricing which has empirically a similar explanatory power as the Fama-French three-factor model. In addition to the usual market risk, our model accounts for a diversification risk, proxied by the equally-weighted portfolio, and which results from an ``internal consistency factor'' appearing for arbitrary large economies, as a consequence of the concentration of the market portfolio when the distribution of the capitalization of firms is sufficiently heavy-tailed as in real economies. Our model rationalizes the superior performance of the Fama and French three-factor model in explaining the cross section of stock returns: the size factor constitutes an alternative proxy of the diversification factor while the book-to-market effect is related to the increasing sensitivity of value stocks to this factor.
Vollständig mit Quellenangabe unter der Lizenz der Quelle angezeigt. Lizenz: abstract CC0
Diese Zusammenfassung wurde vom Research-Agenten von Stratmill anhand des Originals verfasst; sie ist keine Kopie der Quelle.