Institutionelle Reformen und Beschäftigungseffekte der deutschen GRW-Investitionszuschüsse
Zusammenfassung
Diese Studie untersucht, ob Änderungen am deutschen Investitionszuschussprogramm GRW die Beschäftigung in strukturschwachen Regionen beeinflusst haben. Institutionelle Reformen dienen als Quelle exogener Veränderungen der Förderbedingungen. Anschließend schätzen die Autoren mit Reduced-Form- und Instrumentvariablen-Regressionen die Effekte der Zuschüsse auf Unternehmensinvestitionen und die Schaffung von Arbeitsplätzen. Der vorgeschlagene politische Wirkungsweg führt von höheren Zuschüssen über verstärkte Unternehmensinvestitionen zu neuen Arbeitsplätzen.
Die Autoren berichten, dass die Beschäftigungszuwächse infolge der Zuschussreformen geringer ausfielen, wenn Regionen mit hohen, aber sinkenden Fördersätzen mit Regionen mit niedrigen, aber steigenden Fördersätzen verglichen wurden. Kleine Unternehmen reagierten besonders stark auf veränderte Förderbedingungen. Diese Ergebnisse liefern Erkenntnisse zu einer regionalen Wirtschaftspolitik, nicht zu einer Anlagestrategie oder einer Finanzmarktrisikoprämie. Der Auszug nennt weder Stichprobengrößen noch Effektstärken oder Einzelheiten zu den Identifikationsannahmen. Daher lässt sich nicht beurteilen, wie präzise die Schätzungen sind oder wie gut sich die Ergebnisse auf andere Förderprogramme übertragen lassen.
Kernaussagen
- Die Studie nutzt institutionelle Reformen, um Veränderungen bei der Finanzierung von GRW-Investitionszuschüssen zu identifizieren.
- Reduced-Form-Schätzungen und Instrumentvariablenschätzungen weisen auf einen Wirkungsweg von höheren Fördermitteln über Unternehmensinvestitionen bis zur Schaffung von Arbeitsplätzen hin.
- Die Beschäftigungszuwächse fielen unter den verglichenen Förderbedingungen geringer aus.
- Kleine Unternehmen reagierten besonders stark auf Änderungen der Zuschussfinanzierung.
- Der Auszug nennt keine Effektstärken und erläutert die Identifikationsannahmen nicht im Detail.
Schlagwörter
Volltext
# Institutional reforms and the employment effects of spatially targeted investment grants: The case of Germany's GRW # Institutional reforms and the employment effects of spatially targeted investment grants: The case of Germany's GRW Spatially targeted investment grant schemes are a common tool to support firms in lagging regions. We exploit exogenous variations in Germany's main regional policy instrument (GRW) arriving from institutional reforms to analyse local employment effects of investment grants. Findings for reduced-form and IV regressions point to a significant policy channel running from higher funding rates to increased firm-level investments and newly created jobs. When we contrast effects for regions with high but declining funding rates to those with low but rising rates, we find that GRW reforms led to diminishing employment increases. Especially small firms responded to changing funding conditions.
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