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Verzögerungsbeziehungen zwischen S&P 500, US-Leitzins und Treasury-Renditen

Artikel arXiv papers · Autor: Kun Guo et al.

Zusammenfassung

Diese Studie prüft zwei Annahmen zu den Beziehungen bei festverzinslichen Anlagen: dass sich Aktienkurse und Renditen gegenläufig bewegen und dass Änderungen des Federal Funds Rate später die Richtung des Aktienmarkts vorhersagen können. Sie wendet die Thermal-Optimal-Path-Methode auf monatliche und wöchentliche Beobachtungen des S&P 500, des Federal Funds Rate und von Treasury-Renditen mit kurzen und langen Laufzeiten an. Als herkömmlichen Vergleich nutzt sie verzögerte Kreuzkorrelationen.

Die berichteten Muster widersprechen beiden Annahmen: Aktien und Renditen bewegen sich in dieselbe Richtung, und der S&P 500 geht den Renditen voraus, insbesondere dem Federal Funds Rate. Die Studie berichtet außerdem von einer Veränderung der zeitlichen Verzögerungsbeziehung zwischen kurz- und langfristigen Renditen um die Mitte -2007 einsetzende Finanzkrise. Die Autoren werten diese Ergebnisse als Hinweis darauf, dass die Geldpolitik und langfristig orientierte Anleger auf Signale des Aktienmarkts reagieren könnten. Es handelt sich um historische Zeitreihenzusammenhänge. Der Auszug belegt weder Kausalität noch, dass die Beziehungen stabil bleiben oder ein profitables Trading-Signal liefern.

Kernaussagen

  • Die Studie nutzt die Thermal-Optimal-Path-Analyse, um sich verändernde Verzögerungsbeziehungen zwischen Wirtschaftsreihen zu schätzen.
  • Sie vergleicht monatliche und wöchentliche Daten des S&P 500 mit Leitzinsen und Treasury-Renditen.
  • Den Ergebnissen zufolge bewegen sich Aktien und Renditen entgegen der geprüften Annahme gemeinsam in dieselbe Richtung.
  • Der S&P 500 geht den Renditen über verschiedene Laufzeiten voraus, darunter dem Federal Funds Rate.
  • Der berichtete Vorlauf zwischen kurz- und langfristigen Renditen wechselt nach Beginn der Finanzkrise die Richtung.

Schlagwörter

Volltext
# The US stock market leads the Federal funds rate and Treasury bond yields


# The US stock market leads the Federal funds rate and Treasury bond yields









Using a recently introduced method to quantify the time varying lead-lag dependencies between pairs of economic time series (the thermal optimal path method), we test two fundamental tenets of the theory of fixed income: (i) the stock market variations and the yield changes should be anti-correlated; (ii) the change in central bank rates, as a proxy of the monetary policy of the central bank, should be a predictor of the future stock market direction. Using both monthly and weekly data, we found very similar lead-lag dependence between the S&P500 stock market index and the yields of bonds inside two groups: bond yields of short-term maturities (Federal funds rate (FFR), 3M, 6M, 1Y, 2Y, and 3Y) and bond yields of long-term maturities (5Y, 7Y, 10Y, and 20Y). In all cases, we observe the opposite of (i) and (ii). First, the stock market and yields move in the same direction. Second, the stock market leads the yields, including and especially the FFR. Moreover, we find that the short-term yields in the first group lead the long-term yields in the second group before the financial crisis that started mid-2007 and the inverse relationship holds afterwards. These results suggest that the Federal Reserve is increasingly mindful of the stock market behavior, seen at key to the recovery and health of the economy. Long-term investors seem also to have been more reactive and mindful of the signals provided by the financial stock markets than the Federal Reserve itself after the start of the financial crisis. The lead of the S&P500 stock market index over the bond yields of all maturities is confirmed by the traditional lagged cross-correlation analysis.

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Diese Zusammenfassung wurde vom Research-Agenten von Stratmill anhand des Originals verfasst; sie ist keine Kopie der Quelle.