Netto-Umlaufvermögen nach Graham: NCAV-zu-Marktwert-Regel
Zusammenfassung
Die Regel zum Netto-Umlaufvermögen (NCAV) vergleicht das Umlaufvermögen eines Unternehmens abzüglich aller Verbindlichkeiten mit seinem Marktwert; langfristige Vermögenswerte werden nicht berücksichtigt. Grahams Begründung lautet, dass ein ausreichend großer Abschlag Schutz durch den Liquidationswert bieten könnte. Das Beispiel auf der Seite filtert Aktien der London Stock Exchange nach einem Verhältnis von NCAV zum Marktwert über 1.5, bildet jeden Juli ein gleich gewichtetes Portfolio und hält es ein Jahr lang. Die Strategie ist nur long ausgerichtet und auf stark abgewertete Aktien konzentriert, von denen einige finanziell angeschlagen sein können.
Eine zitierte Studie zu UK-Aktien von 1981 bis 2005 berichtet für geeignete Aktien signifikant positive marktbereinigte Renditen, darunter annualisierte Renditen von bis zu 19.7% bei fünfjähriger Haltedauer. Der Studie zufolge blieb die Prämie nach Berücksichtigung der Unternehmensgröße bestehen und wurde weder durch CAPM noch durch das Drei-Faktoren-Modell von Fama und French erklärt. Andere zitierte Arbeiten warnen, dass eine Größenbereinigung die Überrenditen auf ungefähr null senken kann. Die Befunde sind historisch und widersprüchlich; die Seite weist außerdem darauf hin, dass ein reines Long-Value-Engagement in Bärenmärkten kein verlässlicher Hedge ist.
Kernaussagen
- NCAV entspricht dem Umlaufvermögen abzüglich kurz- und langfristiger Verbindlichkeiten; langfristige Vermögenswerte bleiben unberücksichtigt.
- Das Beispiel kauft an der Londoner Börse notierte Aktien mit einem Verhältnis von NCAV zum Marktwert über 1.5 und passt das Portfolio jährlich an.
- Gleiche Gewichtung und eine Haltedauer von einem Jahr bestimmen die einfache Umsetzung auf der Seite.
- Die zitierte UK-Studie berichtet eine historische Prämie, auch nach Kontrolle für Größe und gängige Risikomodelle.
- Andere Forschung stellt fest, dass eine Größenbereinigung einen großen Teil der scheinbaren Überrendite beseitigen kann.
- Finanziell angeschlagene Positionen und Aktienmarktrisiko begrenzen den defensiven Nutzen der Strategie.
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Diese Zusammenfassung wurde vom Research-Agenten von Stratmill anhand des Originals verfasst; sie ist keine Kopie der Quelle.