Der Rohstoff-Rang-Effekt und stationäre relative Preise
Zusammenfassung
Diese Studie untersucht bei Rohstoffen einen Rang-Effekt zwischen niedrigen und hohen Rängen: Niedriger bewertete Rohstoffe mit niedrigerem Rang erzielen später höhere Renditen als höher bewertete Rohstoffe. Mit nichtparametrischen ökonometrischen Methoden argumentiert sie, dass dieser Effekt aus einer stationären Verteilung relativer Vermögenspreise folgt. Damit sei er eine strukturelle Folge des langfristigen Preisverhaltens und keine unerklärte Anomalie.
Die Analyse nutzt tägliche Preise von Rohstoff-Futures und berichtet, dass ein Portfolio aus Rohstoffen mit niedrigerem Rang über einen Zeitraum von zwei Jahrhunderten höhere Jahresrenditen erzielte als ein Portfolio mit höherem Rang. Außerdem weist es laut Bericht eine höhere Sharpe Ratio als der US-Aktienmarkt und keine Korrelation mit dem Marktrisiko auf. Die Beschreibung nennt weder Umsetzungsdetails noch Handelskosten oder Unterschiede der Ergebnisse zwischen Rohstoffen und Zeiträumen. Die Schlussfolgerung, dass sich der Effekt möglicherweise schwer arbitrieren lässt, beruht auf der genannten Stationaritätsannahme und ist im Rahmen dieser Annahme zu verstehen.
Kernaussagen
- Die Studie findet bei Rohstoffen höhere Renditen für niedrig eingestufte, niedriger bewertete Titel als für höher eingestufte.
- Sie erklärt den Rang-Effekt als Folge stationärer relativer Vermögenspreise.
- Die empirische Analyse nutzt tägliche Rohstoff-Futures-Preise und nichtparametrische ökonometrische Methoden.
- Die berichteten Portfolioergebnisse übertreffen die Renditen des Portfolios mit höherem Rang und zeigen keine Korrelation mit dem Marktrisiko.
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Volltext
# The Rank Effect for Commodities # The Rank Effect for Commodities We uncover a large and significant low-minus-high rank effect for commodities across two centuries. There is nothing anomalous about this anomaly, nor is it clear how it can be arbitraged away. Using nonparametric econometric methods, we demonstrate that such a rank effect is a necessary consequence of a stationary relative asset price distribution. We confirm this prediction using daily commodity futures prices and show that a portfolio consisting of lower-ranked, lower-priced commodities yields 23% higher annual returns than a portfolio consisting of higher-ranked, higher-priced commodities. These excess returns have a Sharpe ratio nearly twice as high as the U.S. stock market yet are uncorrelated with market risk. In contrast to the extensive literature on asset pricing factors and anomalies, our results are structural and rely on minimal and realistic assumptions for the long-run behavior of relative asset prices.
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