Wöchentliches idiosynkratisches Momentum bei chinesischen Aktien
Zusammenfassung
Diese Studie vergleicht wöchentliche Aktienmomentumstrategien in China anhand von Roh- und idiosynkratischen Renditen sowie verschiedenen Maßen des idiosynkratischen Risikos. Die Stichprobe umfasst einzelne A-Aktien von Januar 1997 bis Dezember 2017. Zunächst untersuchen die Autoren Momentum- und antizyklische Muster. Anschließend analysieren sie mit einer univariaten Portfoliomethode, ob Risikomaße Renditen vorhersagen, und vergleichen Momentum-Portfolios, die anhand dieser Maße gebildet wurden.
Die Studie berichtet sowohl einen allgemeinen Kontrarian-Effekt als auch einen idiosynkratischen Momentum-Effekt. Die meisten idiosynkratischen Risikomaße stehen in einem negativen Zusammenhang mit Querschnittsrenditen. Signale auf Basis von Volatilität und maximalem Drawdown zeigen dagegen eine stärkere Performance und bessere Erklärungskraft für die breiteren idiosynkratischen Momentum-Portfolios. Die Autoren bringen eine höhere Profitabilität dieser Strategien außerdem mit steigenden Märkten, höherer Liquidität und ausgeprägterer Anlegerstimmung in Verbindung. Die Ergebnisse beziehen sich auf den chinesischen A-Aktienmarkt und die historische Stichprobe. Die vorliegende Zusammenfassung belegt nicht, dass sie in anderen Märkten oder Zeiträumen oder nach Umsetzungskosten Bestand haben.
Kernaussagen
- Die Studie vergleicht wöchentliches Momentum auf Basis von Roh- und idiosynkratischen Renditen bei chinesischen A-Aktien.
- In der Stichprobe findet sie sowohl antizyklisches Verhalten als auch einen idiosynkratischen Momentum-Effekt.
- Idiosynkratische Volatilität und maximaler Drawdown stehen mit einer stärkeren risikobasierten Momentum-Performance in Verbindung.
- Die Profitabilität der Strategien wird mit steigenden Märkten, höherer Liquidität und einer ausgeprägteren Anlegerstimmung in Verbindung gebracht.
- Die Ergebnisse beruhen auf einer historischen Stichprobe chinesischer Aktien und lassen sich möglicherweise nicht auf andere Märkte übertragen.
Schlagwörter
Volltext
# 1910.13115 # Horse race of weekly idiosyncratic momentum strategies with respect to various risk metrics: Evidence from the Chinese stock market This paper focuses on the horse race of weekly idiosyncratic momentum (IMOM) with respect to various idiosyncratic risk metrics. Using the A-share individual stocks in the Chinese market from January 1997 to December 2017, we first evaluate the performance of the weekly momentum based on raw returns and idiosyncratic returns, respectively. After that the univariate portfolio analysis is conducted to investigate the return predictability with respect to various idiosyncratic risk metrics. Further, we perform a comparative study on the performance of the IMOM portfolios with respect to various risk metrics. At last, we explore the possible explanations to IMOM as well as risk based IMOM portfolios. We find that 1) there are prevailing contrarian effect and IMOM effect for the whole sample; 2) the negative relations exist between most of the idiosyncratic risk metrics and the cross-sectional stock returns, and better performance is linked to idiosyncratic volatility (IVol) and maximum drawdowns (IMDs); 3) additionally, the IVol-based and IMD-based IMOM portfolios exhibit better explanatory power to the IMOM portfolios with respect to other risk metrics; 4) finally, higher profitability of IMOM as well as IVol-based and IMD-based IMOM portfolios is found to be related to upside market states, high levels of liquidity and high levels of investor sentiment.
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