Autokorrelierter Orderfluss und Preiseinfluss bei vollkommenem Wettbewerb
Zusammenfassung
Die Arbeit entwickelt ein Modell des Preiseinflusses bei autokorreliertem Orderfluss. Sie unterscheidet mehrere Definitionen des Preiseinflusses und erklärt, wie jede davon unterschiedliche Kursverläufe erzeugen kann. Dabei verknüpft sie die Korrelationen im Orderfluss mit dem Verlauf des Preiseinflusses während eines Metaorders und mit den Kursen nach Abschluss der Ausführung.
Unter Annahmen vollkommenen Wettbewerbs und perfekter Information leitet die Analyse Beziehungen zwischen diesen Größen her, beschreibt den Rückgang des Preiseinflusses nach dem Handel und untersucht, wie ein informierter Händler diesen Rückgang für eine bessere Liquidierung nutzen könnte. Sie erklärt außerdem, wie Kurse trotz vorhersehbaren Orderflusses Martingale bleiben können und warum Kursmanipulation ausgeschlossen werden kann, selbst wenn die reine Preiseinflussfunktion konkav ist. Die Arbeit bewertet die Kosten des Preiseinflusses und macht Schritte hin zu optimalen Handelsstrategien. Die vorliegende Beschreibung berichtet theoretische Ergebnisse, enthält jedoch keine Daten, Kalibrierungsdetails oder quantitativen Tests. Daher lassen sich praktische Performance und empirischer Geltungsbereich des Modells anhand dieses Textes nicht beurteilen.
Kernaussagen
- Autokorrelierter Orderfluss kann unter den Modellannahmen mit Martingal-Kursen vereinbar sein.
- Unterschiedliche Definitionen des Preiseinflusses führen im Umfeld der Ausführung eines Metaorders zu unterschiedlichen Kursverläufen.
- Korrelationen im Orderfluss stehen mit der Form des Preiseinflusses während der Ausführung und den erwarteten Kursen danach in Zusammenhang.
- Das Modell leitet einen Ausdruck für den Rückgang des Preiseinflusses nach dem Handel her, der einem informierten Händler bei der Liquidierung helfen kann.
- Ein konkaver reiner Preiseinfluss bedeutet im angegebenen Rahmen allein noch keine ausnutzbare Kursmanipulation.
Schlagwörter
Volltext
# Market Impact with Autocorrelated Order Flow under Perfect Competition # Market Impact with Autocorrelated Order Flow under Perfect Competition Our goal in this paper is to study the market impact in a market in which the order flow is autocorrelated. We build a model which explains qualitatively and quantitatively the empirical facts observed so far concerning market impact. We define different notions of market impact, and show how they lead to the different price paths observed in the literature. For each one, under the assumption of perfect competition and information, we derive and explain the relationships between the correlations in the order flow, the shape of the market impact function while a meta-order is being executed, and the expected price after the completion. We also derive an expression for the decay of market impact after a trade, and show how it can result in a better liquidation strategy for an informed trader. We show how, in spite of auto-correlation in order-flow, prices can be martingales, and how price manipulation is ruled out even though the bare impact function is concave. We finally assess the cost of market impact and try to make a step towards optimal strategies.
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