Wie heterogene Handelsregeln Orderbücher und Kursänderungen prägen
Zusammenfassung
Diese Arbeit modelliert einen ordergetriebenen Markt, in dem Agenten nach festen Handelsregeln Market- und Limit-Orders platzieren. Jeder Agent bildet Renditeerwartungen aus fundamentalen Informationen, chartbasierten Signalen und Rauschen. Die Agenten unterscheiden sich hinsichtlich ihrer Zeithorizonte, Risikoaversion und Gewichtung dieser Faktoren. Die Ordergrößen ergeben sich aus der Nutzenmaximierung und verknüpfen das platzierte Volumen mit den sich entwickelnden Marktentscheidungen der Agenten, anstatt identische, mechanische Orders vorauszusetzen.
Die Autoren untersuchen, wie diese Strategien simulierte Kurse und Orderflüsse beeinflussen. Sie berichten, dass das Verhalten von Chartisten im Modell die Hauptquelle von Renditen mit fetten Verteilungsschwänzen und Volatilitätsclustering ist und dass große Kursänderungen mit erheblichen Lücken im Orderbuch einhergehen. Dies sind Ergebnisse aus einem künstlichen Markt und kein direkter Beweis für jeden realen Handelsplatz. Das Abstract enthält weder Kalibrierungsdetails noch empirische Validierung. Die Befunde sind daher als modellbasierte Hinweise darauf zu verstehen, wie heterogene Regeln und die Struktur des Orderbuchs zusammenwirken können.
Kernaussagen
- Das Modell kombiniert fundamentale, chartistische und rauschbasierte Renditeerwartungen heterogener Agenten.
- Die Nutzenmaximierung bestimmt die platzierten Orders und deren Größe.
- Im simulierten Markt verursachen chartistische Strategien einen großen Teil der Renditen mit fetten Verteilungsschwänzen und des Volatilitätsclusterings.
- Große simulierte Kursbewegungen stehen mit Lücken im Limit-Orderbuch in Zusammenhang.
- Die Befunde sind modellbasiert; das Abstract berichtet keine Validierung an realen Märkten.
Schlagwörter
Volltext
# The Impact of Heterogeneous Trading Rules on the Limit Order Book and Order Flows # The Impact of Heterogeneous Trading Rules on the Limit Order Book and Order Flows In this paper we develop a model of an order-driven market where traders set bids and asks and post market or limit orders according to exogenously fixed rules. Agents are assumed to have three components to the expectation of future asset returns, namely-fundamentalist, chartist and noise trader. Furthermore agents differ in the characteristics describing these components, such as time horizon, risk aversion and the weights given to the various components. The model developed here extends a great deal of earlier literature in that the order submissions of agents are determined by utility maximisation, rather than the mechanical unit order size that is commonly assumed. In this way the order flow is better related to the ongoing evolution of the market. For the given market structure we analyze the impact of the three components of the trading strategies on the statistical properties of prices and order flows and observe that it is the chartist strategy that is mainly responsible of the fat tails and clustering in the artificial price data generated by the model. The paper provides further evidence that large price changes are likely to be generated by the presence of large gaps in the book.
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