Limit-Order-Fluss und Resilienz des Orderbuchs auf der Meso-Skala
Zusammenfassung
Diese Studie untersucht, wie Orderfluss und die Struktur des Limit-Orderbuchs auf einer Meso-Skala mit der Preisbildung zusammenhängen – einem Zeithorizont, der durch die Ausführungsplanung motiviert ist. Tickdaten werden in volumenbasierte Intervalle gruppiert. Die Analyse berücksichtigt die Aufgabe von Market- und Limit-Orders sowie Kennzahlen für Tiefe und Form des Orderbuchs. Die empirische Stichprobe umfasst sechs Nasdaq-Assets mit großen Ticks.
Die Studie stellt einen nichtlinearen Zusammenhang zwischen Handelsungleichgewicht und Preisänderungen fest, während eine gewichtete Kombination aus Market- und Limit-Order-Flüssen einen linearen Zusammenhang ergibt. Zwischen dem Handelsungleichgewicht und einseitigen Limit-Order-Flüssen besteht zudem ein hockeyschlägerförmiger Zusammenhang, der Asymmetrien zwischen aktivem und passivem Handel erkennen lässt. Statistische Modelle bewerten die Prognosekraft für Preisbildung, Liquidität und Resilienz; auf diesem Zeithorizont sind Limit-Order-Flüsse sowie relative Hinzufügungs- oder Stornierungsraten am aussagekräftigsten. Die tiefere Struktur des Orderbuchs trägt mehr bei als das Ungleichgewicht allein. Diese Ergebnisse gelten für die untersuchten Assets und den analysierten Zeithorizont. Das Dokument beschreibt weder eine umsetzbare Ausführungsstrategie noch Out-of-Sample-Handelsergebnisse.
Kernaussagen
- Die Analyse fasst Tickdaten in volumenbasierten Intervallen zusammen, um Dynamiken auf der Meso-Skala zu untersuchen.
- Eine gewichtete Kombination aus Market- und Limit-Order-Flüssen stellt ihren Zusammenhang mit Preisänderungen linear dar.
- Das Handelsungleichgewicht weist einen asymmetrischen, hockeyschlägerförmigen Zusammenhang mit einseitigem Limit-Order-Fluss auf.
- Limit-Order-Flüsse und relative Hinzufügungs- oder Stornierungsraten haben in der Studie die stärkste Prognosekraft.
- Die tiefere Form des Orderbuchs ist auf diesem Zeithorizont aussagekräftiger als das Ungleichgewicht im Orderbuch allein.
Schlagwörter
Volltext
# Order Flows and Limit Order Book Resiliency on the Meso-Scale # Order Flows and Limit Order Book Resiliency on the Meso-Scale We investigate the behavior of limit order books on the meso-scale motivated by order execution scheduling algorithms. To do so we carry out empirical analysis of the order flows from market and limit order submissions, aggregated from tick-by-tick data via volume-based bucketing, as well as various LOB depth and shape metrics. We document a nonlinear relationship between trade imbalance and price change, which however can be converted into a linear link by considering a weighted average of market and limit order flows. We also document a hockey-stick dependence between trade imbalance and one-sided limit order flows, highlighting numerous asymmetric effects between the active and passive sides of the LOB. To address the phenomenological features of price formation, book resilience, and scarce liquidity we apply a variety of statistical models to test for predictive power of different predictors. We show that on the meso-scale the limit order flows (as well as the relative addition/cancellation rates) carry the most predictive power. Another finding is that the deeper LOB shape, rather than just the book imbalance, is more relevant on this timescale. The empirical results are based on analysis of six large-tick assets from Nasdaq.
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Diese Zusammenfassung wurde vom Research-Agenten von Stratmill anhand des Originals verfasst; sie ist keine Kopie der Quelle.