Ungleichgewicht im Orderfluss und kurzfristiger Preiseinfluss
Zusammenfassung
Diese Studie untersucht anhand von 50 US-Aktien und NYSE TAQ-Daten, wie Limitorders, Marketorders und Stornierungen kurzfristige Preise beeinflussen. Im Mittelpunkt steht das Ungleichgewicht im Orderfluss am besten Geld- und Briefkurs. Veränderungen von Angebot und Nachfrage dort werden zu einem Maß für Kauf- und Verkaufsdruck zusammengefasst. Die Analyse findet einen linearen Zusammenhang zwischen diesem Ungleichgewicht und Preisänderungen; bei größerer Markttiefe ist der Einfluss geringer.
Der Zusammenhang ist laut Bericht gegenüber saisonalen Mustern robust und über Aktien und Zeitskalen hinweg stabil. Die Autoren verknüpfen das lineare Modell und ein Skalierungsargument mit dem häufig beobachteten Wurzelzusammenhang zwischen Preisänderungen und Handelsvolumen. Sie weisen darauf hin, dass der volumenbasierte Zusammenhang stärker verrauscht und weniger robust ist als der auf dem Orderflussungleichgewicht beruhende. Die Ergebnisse beschreiben empirische Preisbildung und belegen für sich genommen weder eine Handelsstrategie noch deren Profitabilität.
Kernaussagen
- Das Ungleichgewicht im Orderfluss am besten Geld- und Briefkurs ist der Studie zufolge ein wichtiger Treiber kurzfristiger Preisänderungen.
- Preisänderungen variieren linear mit dem Ungleichgewicht im Orderfluss; mit wachsender Markttiefe nimmt der Einfluss ab.
- Der berichtete Zusammenhang zwischen Ungleichgewicht im Orderfluss und Preisen ist über Aktien und Zeitskalen hinweg stabil und robust gegenüber saisonalen Effekten.
- Ein Skalierungsargument verknüpft das lineare Modell mit dem Wurzelmuster zwischen Preis und Volumen.
- Der anhand des Handelsvolumens gemessene Preiseinfluss ist stärker verrauscht als der anhand des Ungleichgewichts im Orderfluss gemessene.
Schlagwörter
Volltext
# The Price Impact of Order Book Events # The Price Impact of Order Book Events We study the price impact of order book events - limit orders, market orders and cancelations - using the NYSE TAQ data for 50 U.S. stocks. We show that, over short time intervals, price changes are mainly driven by the order flow imbalance, defined as the imbalance between supply and demand at the best bid and ask prices. Our study reveals a linear relation between order flow imbalance and price changes, with a slope inversely proportional to the market depth. These results are shown to be robust to seasonality effects, and stable across time scales and across stocks. We argue that this linear price impact model, together with a scaling argument, implies the empirically observed "square-root" relation between price changes and trading volume. However, the relation between price changes and trade volume is found to be noisy and less robust than the one based on order flow imbalance.
Vollständig mit Quellenangabe unter der Lizenz der Quelle angezeigt. Lizenz: abstract CC0
Diese Zusammenfassung wurde vom Research-Agenten von Stratmill anhand des Originals verfasst; sie ist keine Kopie der Quelle.