Trendfolge über zwei Jahrhunderte und vier Anlageklassen
Zusammenfassung
Diese Studie untersucht Trendfolge bei Rohstoffen, Währungen, Aktienindizes und Anleihen über ungewöhnlich lange historische Zeiträume. Sie verwendet verfügbare Futures-Zeitreihen seit 1960 und Spot-Zeitreihen für Rohstoffe und Indizes, die bis 1800 zurückreichen. Nach Berücksichtigung des allgemeinen Aufwärtstrends der Märkte berichten die Autoren statistisch signifikante Überrenditen, deren Effekt über Zeit und Anlageklassen hinweg stabil erscheint.
Eine weitere Analyse zeigt, dass der Zusammenhang zwischen Trendsignal und Renditen bei hohen Signalwerten eine Sättigung erreicht. Die Autoren interpretieren dieses Muster als vereinbar mit fundamental orientierten Händlern, die reagieren, wenn ihre eigenen Signale stark werden. Für den jüngeren Zeitraum finden sie keine statistische Abschwächung bei langen Trends, während sich kürzere Trends signifikant abgeschwächt haben. Die Evidenz umfasst verschiedene Instrumente und Zeiträume, doch die historischen Spot- und Futures-Stichproben decken unterschiedliche Zeiträume ab. Die Zusammenfassung nennt weder Umsetzungskosten noch eine detaillierte Portfoliokonstruktion; die berichteten Überrenditen belegen daher keine erzielbare Nettoperformance.
Kernaussagen
- Die Studie testet Trendfolge bei Rohstoffen, Währungen, Aktienindizes und Anleihen.
- Sie kombiniert Futures-Daten seit 1960 mit längeren Spot-Zeitreihen für Rohstoffe und Indizes.
- Die berichteten Überrenditen bleiben nach Berücksichtigung des allgemeinen Marktaufwärtstrends statistisch signifikant.
- Bei hohen Werten zeigt das Trendsignal einen Sättigungseffekt.
- Aktuelle Ergebnisse zeigen keine statistische Abschwächung langer Trends, aber eine signifikante Abschwächung kürzerer Trends.
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Volltext
# Two centuries of trend following # Two centuries of trend following We establish the existence of anomalous excess returns based on trend following strategies across four asset classes (commodities, currencies, stock indices, bonds) and over very long time scales. We use for our studies both futures time series, that exist since 1960, and spot time series that allow us to go back to 1800 on commodities and indices. The overall t-stat of the excess returns is $\approx 5$ since 1960 and $\approx 10$ since 1800, after accounting for the overall upward drift of these markets. The effect is very stable, both across time and asset classes. It makes the existence of trends one of the most statistically significant anomalies in financial markets. When analyzing the trend following signal further, we find a clear saturation effect for large signals, suggesting that fundamentalist traders do not attempt to resist "weak trends", but step in when their own signal becomes strong enough. Finally, we study the performance of trend following in the recent period. We find no sign of a statistical degradation of long trends, whereas shorter trends have significantly withered.
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