Wie Latenzrang die Gewinne im Orderbuch-Ungleichgewichtshandel beeinflusst
Zusammenfassung
Diese Studie untersucht, ob die Zugriffsgeschwindigkeit die Profitabilität des Hochfrequenzhandels mit Orderbuch-Ungleichgewichten (OBI) beeinflusst. Da historische Daten in der Regel weder Identität noch Standort der Händler erkennen lassen, verwenden die Autoren eine agentenbasierte Ereignisdiskret-Simulation einer kontinuierlichen Doppelauktion mit einer einzelnen Börse. Sie fügen OBI-Händler in die Simulation ein und variieren über viele simulierte Handelstage deren Entfernung und damit ihre Latenz zur Börse.
Die Experimente zeigen, dass die Gewinne von OBI-Händlern mit zunehmender Latenz tendenziell sinken. Sie deuten außerdem darauf hin, dass der relative Latenzrang stärker beeinflusst, wie Renditen zwischen Agenten mit ähnlichen Strategien aufgeteilt werden, als die absolute Latenz selbst. Das Ergebnis bietet eine Möglichkeit, eine Frage zu untersuchen, die sich anhand von Marktdaten nur schwer isolieren lässt, stammt aber aus einer kontrollierten Simulation. Die Auswirkungen können von den modellierten Agenten, der Börsenstruktur und dem Handelsumfeld abhängen. Daher belegen die Befunde nicht, wie stark Latenz die Gewinne in jedem Live-Markt beeinflusst.
Kernaussagen
- Die Studie nutzt eine agentenbasierte Simulation, um Latenzeffekte zu untersuchen, die sich aus historischen Daten nur schwer ableiten lassen.
- Sie testet Händler mit Orderbuch-Ungleichgewichten in einer kontinuierlichen Doppelauktion an einer einzelnen Börse.
- Die simulierten Gewinne sinken mit zunehmender Latenz der Händler.
- Der relative Latenzrang scheint für die Aufteilung der Renditen unter ähnlichen Händlern wichtiger zu sein als die absolute Latenz.
Schlagwörter
Volltext
# The Importance of Low Latency to Order Book Imbalance Trading Strategies # The Importance of Low Latency to Order Book Imbalance Trading Strategies There is a pervasive assumption that low latency access to an exchange is a key factor in the profitability of many high-frequency trading strategies. This belief is evidenced by the "arms race" undertaken by certain financial firms to co-locate with exchange servers. To the best of our knowledge, our study is the first to validate and quantify this assumption in a continuous double auction market with a single exchange similar to the New York Stock Exchange. It is not feasible to conduct this exploration with historical data in which trader identity and location are not reported. Accordingly, we investigate the relationship between latency of access to order book information and profitability of trading strategies exploiting that information with an agent-based interactive discrete event simulation in which thousands of agents pursue archetypal trading strategies. We introduce experimental traders pursuing a low-latency order book imbalance (OBI) strategy in a controlled manner across thousands of simulated trading days, and analyze OBI trader profit while varying distance (latency) from the exchange. Our experiments support that latency is inversely related to profit for the OBI traders, but more interestingly show that latency rank, rather than absolute magnitude, is the key factor in allocating returns among agents pursuing a similar strategy.
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Diese Zusammenfassung wurde vom Research-Agenten von Stratmill anhand des Originals verfasst; sie ist keine Kopie der Quelle.