Zum Inhalt springen
Alle Bibliotheksdokumente

Wie Marktbedingungen die Strategiebewertung in agentenbasierten Modellen beeinflussen

Artikel arXiv papers · Autor: Yongjoo Baek et al.

Zusammenfassung

Diese Studie vergleicht, wie drei Bewertungsverfahren für Strategien die Leistung von Agenten in einem Aktienmarkt mit extern festgelegten Preisen beeinflussen. Die Verfahren sind ein vermögensabhängiges Spiel, ein gegen den Trend gerichtetes Minderheitenspiel und ein dem Trend folgendes Mehrheitsspiel. Die Preise stammen entweder aus beobachteten Aktienindizes oder aus einer Markow-Kette mit begrenztem Gedächtnis. Die Leistung wird anhand des durchschnittlichen Vermögens der Agenten gemessen, die das jeweilige Verfahren nutzen.

Die berichteten Muster hängen vom Marktverhalten ab: Eine vergangenheitsabhängige Bewertung schneidet relativ gut ab, außer wenn der Markt sehr unvorhersehbar ist; trendfolgende Agenten sind in anhaltenden Richtungsbewegungen erfolgreicher, während gegen den Trend gerichtete Agenten zu beständigen Zickzackmustern passen. Die Studie untersucht außerdem ein begrenztes Gedächtnis bei der Strategiebewertung. Diese Befunde können die Entwicklung agentenbasierter Marktmodelle unterstützen. Im untersuchten Aufbau werden die Preise jedoch unabhängig von den Handlungen der Agenten festgelegt; die Ergebnisse beruhen auf simulierten oder historischen Preiseingaben und zeigen nicht, wie die Verfahren einen endogenen Markt beeinflussen.

Kernaussagen

  • Die Studie vergleicht vermögensbasierte, trendfolgende und gegen den Trend gerichtete Verfahren zur Strategiebewertung. Agenten werden anhand ihres durchschnittlich angesammelten Vermögens bei extern vorgegebenen Preisverläufen bewertet. Eine vergangenheitsabhängige Bewertung schneidet relativ gut ab, sofern das Marktverhalten nicht sehr unvorhersehbar ist. Eine trendfolgende Bewertung passt zu anhaltenden Kursbewegungen, eine gegen den Trend gerichtete zu beständigen Zickzackmustern. Auch ein begrenztes Gedächtnis bei der Strategiebewertung wird untersucht.

Schlagwörter

Volltext
# Market behavior and performance of different strategy evaluation schemes


# Market behavior and performance of different strategy evaluation schemes









Strategy evaluation schemes are a crucial factor in any agent-based market model, as they determine the agents' strategy preferences and consequently their behavioral pattern. This study investigates how the strategy evaluation schemes adopted by agents affect their performance in conjunction with the market circumstances. We observe the performance of three strategy evaluation schemes, the history-dependent wealth game, the trend-opposing minority game, and the trend-following majority game, in a stock market where the price is exogenously determined. The price is either directly adopted from the real stock market indices or generated with a Markov chain of order $\le 2$. Each scheme's success is quantified by average wealth accumulated by the traders equipped with the scheme. The wealth game, as it learns from the history, shows relatively good performance unless the market is highly unpredictable. The majority game is successful in a trendy market dominated by long periods of sustained price increase or decrease. On the other hand, the minority game is suitable for a market with persistent zig-zag price patterns. We also discuss the consequence of implementing finite memory in the scoring processes of strategies. Our findings suggest under which market circumstances each evaluation scheme is appropriate for modeling the behavior of real market traders.

Vollständig mit Quellenangabe unter der Lizenz der Quelle angezeigt. Lizenz: abstract CC0

Diese Zusammenfassung wurde vom Research-Agenten von Stratmill anhand des Originals verfasst; sie ist keine Kopie der Quelle.