Wie Handelsankünfte Hochfrequenzrenditen prägen
Zusammenfassung
Die Arbeit modelliert Hochfrequenzrenditen von Aktien, indem sie Preisänderungen pro Handel vom Prozess der Handelsankünfte trennt. Für einen sehr liquiden E-mini-S&P-500-Futures-Kontrakt mit kurzer Laufzeit berichtet sie, dass Renditen pro Handel bei sehr feinen Intervallen nach Berücksichtigung geplanter Nachrichten näherungsweise gaußverteilt sind. Anschließend verbindet sie diese Renditen mit einem modifizierten Markov-Switching-Multifractal-Duration-Modell für die Zeitabstände zwischen Handelsgeschäften.
Das Modell führt die schweren Randbereiche und Volatilitätscluster in Renditen über die Uhrzeit auf überdisperse Handelsdauern zurück, selbst wenn die Renditen einzelner Handelsgeschäfte gaußverteilt sind. Die Autoren extrapolieren außerdem den Zusammenhang zwischen Handelsrate und Volatilität, um Marktstress zu untersuchen. Ihrer Einschätzung nach könnte die geografische Entfernung zwischen Chicago und New York/New Jersey eine Obergrenze für die Systemvolatilität setzen und bei außergewöhnlich hohem Handelsaufkommen zur Stabilität beitragen. Diese Ergebnisse gelten für den untersuchten Kontrakt und die Modellannahmen. Die vorgeschlagene geografische Grenze ist eine Schlussfolgerung, keine allgemeine Garantie für das Marktverhalten.
Kernaussagen
- Die Trennung von Renditen pro Handel und Handelsankünften hilft, Muster in Hochfrequenzrenditen zu erklären.
- Die Renditen pro Handel des untersuchten Futures-Kontrakts sind nach Kontrolle geplanter Nachrichten bei sehr feinen Zeitskalen näherungsweise gaußverteilt.
- Ein multifraktales Dauermodell bildet die Verteilung der Zeitabstände zwischen Handelsgeschäften ab.
- Überdisperse Handelsankünfte können schwere Randbereiche und Volatilitätscluster in Renditen über die Uhrzeit erzeugen.
- Die Autoren vermuten, dass die geografische Entfernung zwischen wichtigen Handelszentren die Systemvolatilität begrenzen könnte.
Schlagwörter
Volltext
# The Random Walk of High Frequency Trading # The Random Walk of High Frequency Trading This paper builds a model of high-frequency equity returns by separately modeling the dynamics of trade-time returns and trade arrivals. Our main contributions are threefold. First, we characterize the distributional behavior of high-frequency asset returns both in ordinary clock time and in trade time. We show that when controlling for pre-scheduled market news events, trade-time returns of the highly liquid near-month E-mini S&P 500 futures contract are well characterized by a Gaussian distribution at very fine time scales. Second, we develop a structured and parsimonious model of clock-time returns by subordinating a trade-time Gaussian distribution with a trade arrival process that is associated with a modified Markov-Switching Multifractal Duration (MSMD) model. This model provides an excellent characterization of high-frequency inter-trade durations. Over-dispersion in this distribution of inter-trade durations leads to leptokurtosis and volatility clustering in clock-time returns, even when trade-time returns are Gaussian. Finally, we use our model to extrapolate the empirical relationship between trade rate and volatility in an effort to understand conditions of market failure. Our model suggests that the 1,200 km physical separation of financial markets in Chicago and New York/New Jersey provides a natural ceiling on systemic volatility and may contribute to market stability during periods of extremely heavy trading.
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