Nichtlinearer Preiseffekt und Orderflow-Gleichgewicht im Tagesverlauf
Zusammenfassung
Diese Studie untersucht, wie aggregierter Handelsfluss über verschiedene Zeitskalen innerhalb eines Handelstags mit Kursveränderungen zusammenhängt. Der Preiseffekt folgt demnach einem nichtlinearen Muster, das über verschiedene Instrumente hinweg weitgehend ähnlich ist. Die konkreten Kurven unterscheiden sich jedoch zwischen dem Effekt des Handelsvolumens und dem des Vorzeichens der Trades. Das Skalierungsverhalten hängt vor allem mit den jeweiligen Hurst-Exponenten zusammen.
Die berichtete Analyse zeigt außerdem, dass ein extremes Ungleichgewicht beim Vorzeichen der Orders nicht mit hohen Renditen einhergeht. Bei stark einseitigem Orderflow bleibt der Mittelkurs vielmehr eher unverändert, und die Wahrscheinlichkeit, dass ein Trade den Mittelkurs bewegt, sinkt mit zunehmender Vorzeichenverzerrung. Die Autoren interpretieren Kursbewegungen so, dass sie ein ausreichendes Gleichgewicht im lokalen Orderflow voraussetzen. Diese Ergebnisse stellen Annahmen über einen linearen aggregierten Preiseffekt infrage und weisen auf die wichtige Rolle korrelierter Liquiditätsnahme und -bereitstellung hin. Der Auszug enthält keine Angaben zur Stichprobe, zu den Schätzverfahren oder zu Robustheitstests. Daher lässt sich nicht beurteilen, wie weit die Ergebnisse über die untersuchten Märkte und Zeitskalen hinaus gelten.
Kernaussagen
- Der aggregierte Preiseffekt ist auf den untersuchten Zeitskalen innerhalb des Tages nichtlinear.
- Die Effektkurven unterscheiden sich zwischen Ordervolumen und Ordervorzeichen, variieren aber nur wenig zwischen den Instrumenten.
- Das Skalierungsverhalten hängt weitgehend mit den jeweiligen Hurst-Exponenten zusammen.
- Ein starkes Ungleichgewicht beim Ordervorzeichen geht eher mit einem unveränderten Mittelkurs als mit hohen Renditen einher.
- Mit zunehmender Verzerrung des Ordervorzeichens sinkt die Wahrscheinlichkeit, dass ein Trade den Mittelkurs bewegt.
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Volltext
# Universal scaling and nonlinearity of aggregate price impact in financial markets # Universal scaling and nonlinearity of aggregate price impact in financial markets How and why stock prices move is a centuries-old question still not answered conclusively. More recently, attention shifted to higher frequencies, where trades are processed piecewise across different timescales. Here we reveal that price impact has a universal non-linear shape for trades aggregated on any intra-day scale. Its shape varies little across instruments, but drastically different master curves are obtained for order-volume and -sign impact. The scaling is largely determined by the relevant Hurst exponents. We further show that extreme order flow imbalance is not associated with large returns. To the contrary, it is observed when the price is "pinned" to a particular level. Prices move only when there is sufficient balance in the local order flow. In fact, the probability that a trade changes the mid-price falls to zero with increasing (absolute) order-sign bias along an arc-shaped curve for all intra-day scales. Our findings challenge the widespread assumption of linear aggregate impact. They imply that market dynamics on all intra-day timescales are shaped by correlations and bilateral adaptation in the flows of liquidity provision and taking.
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