Optimale Internalisierung toxischer Auftragsströme bei Teilinformation
Zusammenfassung
Die Arbeit modelliert einen zentralen Handelstisch, der Kundenaufträge mit verborgener, anhaltender Richtungs-Toxizität erhält. Der Handelstisch muss entscheiden, ob er den eingehenden Auftragsstrom intern abwickelt oder an den Markt weiterleitet. Die Weiterleitung verursacht Preiseinfluss und kann zusätzliche Marktreaktionen auslösen. Ziel ist es, den täglichen Trading-P&L zu maximieren und zugleich den am Tagesende verbleibenden Bestand zu bestrafen.
Die Autoren formulieren das Problem als stochastische Steuerung bei partieller Beobachtbarkeit. Zunächst leiten sie gefilterte Dynamiken für Bestand und Toxizität anhand der beobachtbaren Informationen des Handelstischs her und wandeln die Aufgabe so in ein vollständig beobachtetes Steuerungsproblem um. Eine Variationsmethode ergibt anschließend eine eindeutige optimale Handelsstrategie. Die Arbeit veranschaulicht das Framework sowohl für Momentum- als auch für mittelwertrevertierende Toxizitätsszenarien. Das Dokument beschreibt eine modellbasierte Analyse, enthält jedoch weder numerische Leistungskennzahlen noch Belege aus dem Live-Handel; praktische Ergebnisse würden von den Modellannahmen und verfügbaren Beobachtungen abhängen.
Kernaussagen
- Der Handelstisch entscheidet, ob er Kundenaufträge intern abwickelt oder an den Markt weiterleitet.
- Weitergeleitete Auftragsströme verursachen Preiseinflusskosten und Marktreaktionen.
- Das Ziel verbindet den täglichen Trading-P&L mit einer Strafe für den Bestand am Tagesende.
- Die Filterung verborgener Bestands- und Toxizitätsdynamiken wandelt das partiell beobachtete Problem in ein vollständig beobachtetes Steuerungsproblem um.
- Ein Variationsansatz leitet eine eindeutige Strategie her, die für Momentum- und mittelwertrevertierende Toxizität veranschaulicht wird.
Schlagwörter
Volltext
# Unwinding Toxic Flow with Partial Information # Unwinding Toxic Flow with Partial Information We consider a central trading desk which aggregates the inflow of clients' orders with unobserved toxicity, i.e. persistent adverse directionality. The desk chooses either to internalise the inflow or externalise it to the market in a cost-effective manner. In this model, externalising the order flow creates both price impact costs and an additional market feedback reaction for the inflow of trades. The desk's objective is to maximise the daily trading P&L subject to end-of-day inventory penalisation. We formulate this setting as a partially observable stochastic control problem and solve it in two steps. First, we derive the filtered dynamics of the inventory and toxicity, projected to the observed filtration, which turns the stochastic control problem into a fully observed problem. Then we use a variational approach in order to derive the unique optimal trading strategy. We illustrate our results for various scenarios in which the desk faces momentum and mean-reverting toxicity.
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