Ereignisfinalität bei Polymarket und Kalshi vergleichen
Zusammenfassung
Diese Studie erklärt, warum sich die Auflösung von Ereigniskontrakten bei Polymarket und Kalshi nicht durch einen Abgleich von Bezeichnungen wie „aufgelöst“ oder „finalisiert“ vergleichen lässt. Sie ordnet die Abläufe der beiden Plattformen funktionalen Phasen zu, darunter Schlichtung oder Feststellung, Erfassung des öffentlichen Endpunkts, Verfügbarkeit der Auszahlung und Einlösung. Anschließend schlägt sie ein Vergleichszertifikat vor. Dieses prüft, ob die Bedeutung der Auszahlung, die Funktion des Endpunkts, die Kalenderabdeckung, die Zensierung, die Belegqualität und die Einheiten der Abhängigkeit übereinstimmen, bevor eine gemeinsame Dauer geschätzt wird.
Das Dokument berichtet plattformspezifische Datensatzumfänge und gepaarte Beobachtungen von der Feststellung bis zum Endpunkt. Es betont, dass dies plattformeigene Ergebnisse und keine plattformübergreifenden Schätzungen sind. Unterschieden werden exakt gepaarte, intervallqualifizierte gepaarte und standardisierte ungepaarte Vergleiche. Zu den Einschränkungen zählen lückenhafte Belege zum Ablauf einiger Zwischenänderungen, Unsicherheit über historische Timerregeln für mehrere Märkte und die Tatsache, dass die öffentliche Finalisierung keine Rückschlüsse auf den Geldbestand der Mitglieder zulässt. Plattformübergreifende Schätzungen sind verfrüht, solange vergleichbare Entscheidungszeitpunkte und Ereignisdefinitionen fehlen.
Kernaussagen
- Ereignisbezeichnungen allein belegen nicht, dass zwei Plattformen denselben Endpunkt der Finalität messen.
- Ein gültiger Dauervergleich setzt übereinstimmende Auszahlungssemantik, Endpunktfunktionen, Kalender, Zensierung, Belegstufen und Abhängigkeitseinheiten voraus.
- Exakte, intervallqualifizierte und standardisierte ungepaarte Vergleiche stehen für unterschiedliche Schätzgrößen.
- Ein vollständiger öffentlicher Endpunkt gewährleistet keine Einsicht in Zwischenkorrekturen oder den Geldbestand der Mitglieder.
- Ein numerischer Vergleich zwischen Plattformen setzt vergleichbare Entscheidungszeitpunkte sowie ein semantisches und kalendarisches Register voraus.
Schlagwörter
Volltext
# Two Models of Event Finality: Functional Alignment, Contestability, and Empirical Comparability on Polymarket and Kalshi # Two Models of Event Finality: Functional Alignment, Contestability, and Empirical Comparability on Polymarket and Kalshi Event contracts reach economic finality through different institutional paths. Polymarket distinguishes oracle adjudication, adapter consumption, Conditional Tokens payout recording, technical redeemability, and optional holder redemption. Kalshi distinguishes venue determination, public finalization, lifecycle messages, and exact REST settlement fields. Resolved, settled, and finalized do not themselves define comparable endpoints. We define a mechanism-aware comparison certificate using functional roles rather than common labels. A scalar cross-venue duration is admissible only when payoff semantics, endpoint functions, calendar support, censoring, observation grades, and dependence units are jointly aligned. We separate exact paired, interval-qualified paired, and standardized unpaired estimands. Polymarket evidence contains 108,638 exact-linked conditions, 99,283 protocol payout records, 92,158 observed redemptions of any amount, and 91,817 observed positive-payout redemptions. Kalshi evidence contains 152,694 ordinary markets reconstructed as at risk at the enrollment boundary and 7,611,594 exact MVE market objects. Exact public endpoints cover 71,657 ordinary markets and 7,357,576 MVE objects. Exact determination-to-endpoint pairs total 70,979 for ordinary markets and 126,806 for MVE. These are Kalshi-native finality results, not Polymarket-Kalshi estimates. REST endpoint completeness can be high when exact lifecycle paths are sparse, and transport gaps can preserve two exact clocks while preventing claims about intermediate revisions. Current MVE timer fields do not identify historical version-consistent timer rules, and public finalization does not identify member cash. Cross-venue numerical comparison remains blocked until Paper 7.3 supplies blind first/stable decidability clocks and a semantic/calendar registry establishes genuinely comparable events and endpoints.
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