Zum Inhalt springen
Alle Bibliotheksdokumente

Markteinfluss, Anlegerasymmetrie und Herdenverhalten in einem evolutionären Marktmodell

Artikel arXiv papers · Autor: Li-Xin Zhong et al.

Zusammenfassung

Die Arbeit verwendet ein evolutionäres Minority Game, um zu untersuchen, wie Markteinfluss und asymmetrische Reaktionen der Anleger auf Gewinne und Verluste zusammenwirken, während sich Preise und Strategien entwickeln. Das Modell unterscheidet Situationen mit geringem und vollem Markteinfluss und setzt jede mit unterschiedlichen Mustern des Anlegerverhaltens und der Preisschwankungen in Beziehung. Bei geringem Einfluss kann die Sensibilität gegenüber Gewinnen und Verlusten Herdenverhalten hervorrufen, bei dem Anleger zu ähnlich extremen Handlungen tendieren und große Kursbewegungen auftreten.

Bei vollem Markteinfluss neigen Anleger dazu, sich in gegensätzliche Gruppen aufzuteilen; dominante Strategien verschwinden und Preisschwankungen werden gedämpft. Das Modell beschreibt dieses Regime als effizienten Markt. Die theoretische Analyse bringt Übergänge zwischen gruppiertem und selbstsegregiertem Verhalten mit dem Wettbewerb zwischen trendfolgenden und trendmeidenden Kräften in Verbindung, während die Vermögensdynamik den Markt vorhersehbar machen kann. Dies sind Ergebnisse eines theoretischen Modells und keine empirischen Belege dafür, dass reale Märkte dieselben Phasen durchlaufen. Die vorliegende Beschreibung nennt weder eine Kalibrierung noch Tests anhand beobachteter Marktdaten.

Kernaussagen

  • Das evolutionäre Minority Game modelliert die gemeinsame Entwicklung von Aktienkursen und Anlegerstrategien.
  • Bei geringem Markteinfluss können asymmetrische Reaktionen auf Gewinne und Verluste extremes Herdenverhalten und starke Kursschwankungen hervorrufen.
  • Bei vollem Markteinfluss segregieren Anleger in gegensätzliche Gruppen, und die Kursschwankungen werden gedämpft.
  • Der Wettbewerb zwischen trendfolgendem und trendmeidendem Verhalten steht im Modell mit Phasenwechseln in Verbindung.
  • Eine durch Vermögen bedingte Gruppierung von Strategien kann den modellierten Markt vorhersehbar machen.

Schlagwörter

Volltext
# Coupled effects of market impact and asymmetric sensitivity in financial markets


# Coupled effects of market impact and asymmetric sensitivity in financial markets









By incorporating market impact and asymmetric sensitivity into the evolutionary minority game, we study the coevolutionary dynamics of stock prices and investment strategies in financial markets. Both the stock price movement and the investors' global behavior are found to be closely related to the phase region they fall into. Within the region where the market impact is small, investors' asymmetric response to gains and losses leads to the occurrence of herd behavior, when all the investors are prone to behave similarly in an extreme way and large price fluctuations occur. A linear relation between the standard deviation of stock price changes and the mean value of strategies is found. With full market impact, the investors tend to self-segregate into opposing groups and the introduction of asymmetric sensitivity leads to the disappearance of dominant strategies. Compared with the situations in the stock market with little market impact, the stock price fluctuations are suppressed and an efficient market occurs. Theoretical analyses indicate that the mechanism of phase transition from clustering to self-segregation in the present model is similar to that in the majority-minority game and the occurrence and disappearance of efficient markets are related to the competition between the trend-following and the trend-aversion forces. The clustering of the strategies in the present model results from the majority-wins effect and the wealth-driven mechanism makes the market become predictable.

Vollständig mit Quellenangabe unter der Lizenz der Quelle angezeigt. Lizenz: abstract CC0

Diese Zusammenfassung wurde vom Research-Agenten von Stratmill anhand des Originals verfasst; sie ist keine Kopie der Quelle.