Zum Inhalt springen
Alle Bibliotheksdokumente

Selbstreferenzielle Handelsrückkopplung, Marktkonventionen und Überreaktion

Artikel arXiv papers · Autor: Matthieu Wyart et al.

Zusammenfassung

Diese Arbeit modelliert, wie Händler Rückkopplungen erzeugen können, indem sie Korrelationen zwischen Marktinformationen und Preisen anhand vergangener Daten schätzen und ihre Trades daran ausrichten. Wenn genügend Agenten auf Basis dieser geschätzten Beziehung handeln, verändern ihre Orders die Preise und damit auch die Korrelation, auf die sie sich ursprünglich stützten. Diese Rückkopplung kann ein ansonsten effizientes Verhalten destabilisieren.

Das Modell sagt einen Schwellenwert voraus, ab dem nicht verschwindende Korrelationen spontan entstehen und Märkte zwischen persistenten Zuständen oder Konventionen wechseln. Wird die Preisentwicklung der Vergangenheit als Informationsquelle genutzt, entsprechen diese Zustände Trendfolge und antizyklischem, zum Mittelwert zurückkehrendem Verhalten. Die Autoren bringen die Konventionsphase mit Überreaktionen und möglicherweise erheblicher Überschussvolatilität in Verbindung und berichten empirische Hinweise darauf, dass solche Regime in realen Märkten jahrzehntelang bestehen können. Die vorliegende Beschreibung nennt weder die Datensätze noch das Schätzverfahren für diese Evidenz und belegt daher nicht, wie zuverlässig Händler solche Zustände erkennen oder ausnutzen können.

Kernaussagen

  • Händler, die auf historisch geschätzte Korrelationen reagieren, können die Preise verändern, anhand derer sie dieselben Korrelationen schätzen.
  • Starke Rückkopplung kann einen Übergang von effizientem Verhalten zu persistenten Marktkonventionen auslösen.
  • Dient der Preis selbst als Signal, können Konventionen die Form von Trendfolge oder antizyklischem Verhalten annehmen.
  • Das Modell verknüpft diese Regime mit Überreaktionen und Überschussvolatilität.
  • Die Autoren verweisen auf Hinweise für lang anhaltende Konventionen in realen Märkten, doch die Zusammenfassung nennt weder Daten noch Einzelheiten zur Identifizierung.

Schlagwörter

Volltext
# Self-referential behaviour, overreaction and conventions in financial markets


# Self-referential behaviour, overreaction and conventions in financial markets









We study a generic model for self-referential behaviour in financial markets, where agents attempt to use some (possibly fictitious) causal correlations between a certain quantitative information and the price itself. This correlation is estimated using the past history itself, and is used by a fraction of agents to devise active trading strategies. The impact of these strategies on the price modify the observed correlations. A potentially unstable feedback loop appears and destabilizes the market from an efficient behaviour. For large enough feedbacks, we find a `phase transition' beyond which non trivial correlations spontaneously set in and where the market switches between two long lived states, that we call conventions. This mechanism leads to overreaction and excess volatility, which may be considerable in the convention phase. A particularly relevant case is when the source of information is the price itself. The two conventions then correspond then to either a trend following regime or to a contrarian (mean reverting) regime. We provide some empirical evidence for the existence of these conventions in real markets, that can last for several decades.

Vollständig mit Quellenangabe unter der Lizenz der Quelle angezeigt. Lizenz: abstract CC0

Diese Zusammenfassung wurde vom Research-Agenten von Stratmill anhand des Originals verfasst; sie ist keine Kopie der Quelle.